Solidarität mit den Kindergärtnerinnen in Vacha
Die Pläne des Bürgermeisters der Stadt Vacha, den Kindergarten in eine stadteigene GmbH überführen zu wollen, stoßen auf heftige Kritik bei der Landtagsabgeordneten Anja Müller (DIE LINKE.)
Sollten diese Pläne umgesetzt werden, eine stadteigene GmbH nach § 613a BGB zu installieren, bedeutet dies für die Erzieherinnen womöglich einen herben Einschnitt in ihrer bisherigen Vergütungen. „Die Kindergärtnerinnen leisten eine hervorragende Bildungs- und Erziehungsarbeit für unsere Kinder und dies muss auch wertgeschätzt werden.
Mit Verabschiedung des Landeshaushaltes im Dezember 2015 wurde die Erhöhung der besonderen Finanzzuweisungen für den Bereich der Kindertagesstätten und auch die Erhöhung des Kinderansatzes bei der Berechnung der Schlüsselzuweisungen von bisher 4,5 auf 6,7 Einwohner für alle Kinder unter 6 Jahren beschlossen.
Somit steht den Gemeinden mehr Geld für die Kindertagesstätten zur Verfügung. Selbst gibt der Bürgermeister der Stadt Vacha an, er hätte 500.000€ im Jahr 2015 in die Rücklage zuführen können. Deshalb frage ich den Bürgermeister: Warum dann jetzt diese Idee einer GmbH?
„Das auf dem Arbeitsmarkt die Kindergärtnerinnen mittlerweile wie „heiße Ware“ gehandelt werden, sollte doch auch dem Bürgermeister nicht entgangen sein? Mir erschließt sich nicht, wie man so verantwortungslos eine GmbH gründen will und damit die Zukunft der kommunalen Kindergärten in der Stadt Vacha auf´s Spiel setzen kann. Auch das Ausspielen zwischen Gebührenerhöhungen und Kindergärtnerinnen trägt nicht gerade zur vertrauensvollen Zusammenarbeit bei,“ so Anja Müller weiter.
Qualitativ hochwertige frühkindliche Bildungsarbeit muss unterstützt und erhalten bleiben. Gute Arbeit muss auch entsprechend bezahlt werden und dabei können die Erzieherinnen auf die Unterstützung der Landtagsabgeordneten zurückgreifen, so Anja Müller zum Abschluss.
