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Christian Schaft

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11. Mai 2017

Den Wald ökonomisch und ökologisch im Ganzen sehen

„Die öffentlichen Anhörungen zum Thema Wald heute im Thüringer Landtag machten deutlich, dass die Problematik immer im Ganzen gesehen werden muss", so Anja Müller, Sprecherin für Petitionen und Bürgeranliegen der Linksfraktion. Beide im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele, mindestens fünf Prozent des Waldes in Thüringen dauerhaft der forstwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen und ThüringenForst als Anstalt öffentlichen Rechts begleitend weiterzuentwickeln, werden wir weiterhin verfolgen.“

Während der Anhörungen hatten beide Petenten die Möglichkeit, ihre Standpunkte zu verdeutlichen. Ralf Pollmeier begehrt keine weiteren Einschränkungen der nachhaltigen Forstwirtschaft in Thüringen. Weiterhin führte er aus, dass die nachhaltige Forstwirtschaft sich an den aktuellen Bedürfnissen unter Berücksichtigung von Arten- und Naturschutz orientiert und dabei die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen ermöglicht. Die zweite Petition wurde von Dirk Trute im Namen der Bürgerinitiative „Pro Kyffhäuserwald“ eingereicht. Diese fordert, dass eine 2.500 Hektar große Waldwildnisfläche rund um den Possen errichtet wird. Die Petenten regen an, dass die vereinbarten fünf Prozent nur im Bereich Possen und Wartburg-Inselsberg umgesetzt werden.

Anja Müller verweist darauf, dass die „Deutsche Stiftung Umwelt“ 6.000 Hektar Waldfläche in Thüringen der forstwirtschaftlichen Nutzung entzogen hat. Diese können natürlich dem Koalitionsziel angerechnet werden. „Wir stehen zu unseren Forderungen aus dem Koalitionsvertrag und nehmen fünf Prozent der Thüringer Waldfläche aus der dauerhaften Nutzung. Diese Flächen werden ohne Eingriffe von außen sich selbst überlassen. Aber es dürfen auch die wirtschaftlichen Aspekte nicht außer Acht gelassen werden. ThüringenForst als Anstalt öffentlichen Rechts muss finanziell diese Stilllegung ausgleichen. Eventuell fallen weitere Kosten, wie die Verkehrssicherung, an“, sagt die Abgeordnete.

„Die weitere Beratung der Petitionen wird sowohl in den zuständigen Fachausschüssen und als auch im  Petitionsausschuss stattfinden. Und auch dabei werden Pro und Kontra ‚Waldwildnis’ auf sachlicher Ebene diskutiert“, kündigt Anja Müller abschließend an.